Zum diesjährigen JOTA sollte es uns nach zwei Besuchen in Grenz (nahe Prenzlau) mal in eine ganz andere Ecke verschlagen. Es ging nach Warle in der Nähe von Helmstedt (JO52JC). Die evangelische Jungenschaft Pegasus aus St. Nicolai in Berlin-Spandau unterhält dort eine Art Jugendfreizeitheim, welches wir für ein verlängertes Wochenende nutzen durften. Bei diesem Haus handelt es sich um einen ehemaligen Bauernhof, der (nach einigen Umbauarbeiten) nun Kinder- und Jugendgruppen als Reiseziel dient. Neben dem eigentlichen "Wohnhaus" mit Koch- und Schlafgelegenheiten gibt es dort eine große Wiese mit Feuerstelle, eine Werkstatt und einen größeren Aufenthaltsraum.

Da alle Teilnehmer sich den Freitag frei nehmen konnten, ging es bereits am Donnerstag Abend mit Pkw und einer Menge Material aus Berlin los. Den erhöhten Schwierigkeitsgrad beim (Antennen-)Aufbau im Dunkeln wollten wir uns aber nicht antun, so dass wir uns nur noch häuslich einrichteten und nach einem Abendbrot den ersten Tag in geselliger Runde ausklingen ließen.

 

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Moritz (DO4MO) an der Packet-Radio-Station


Am Tag darauf ging es dann in aller Herrgottsfrühe weiter. Die Herren der Schöpfung machten sich an den Aufbau der Stationen und Antennen, die anwesenden Damen kümmerten sich um Küche und Einkauf (wie es halt sein sollte). Am frühen Nachmittag konnten wir Vollzug melden; fürs leibliche Wohl war gesorgt und die Stationen QRV. Für Kurzwelle hatten wir unseren altbewährten Kenwood TS-140 samt Ameritron-Endstufe mit dabei, für Packet-Radio nutzten wir einen Standard C5608D. Die Kurzwellen-Antennen fanden in etwa 12m Höhe jeweils zwischen zwei Bäumen Platz, die 6el. Yagi für Packet-Radio kam auf einen mitgebrachten Teleskopmast. So konnten wir schon am Freitag Abend die ersten QSOs fahren...

So richtig los ging es dann am Samstag um 00.01 Uhr mit dem von DK0BS / DC4NA veranstalteten Packet-Radio-Spiel. Dabei ging es um falsch eingegebene SMS, die leider unleserlich geworden waren und nun auf ihre Entschlüsselung warteten. Trotz unserer relativ schlechten Packet-Verbindung hatten wir irgendwann alle Rätselteile zusammen getragen und gingen ans Grübeln. Dank unserer teilnehmenden Nichtamateure konnten wir das Rätsel schließlich auch lösen (welcher Funkamateur kennt sich schon mit Handys aus?) und die Ergebnisse an DK0BS schicken. Leider waren wir "nur" die Zweitschnellsten, was aber natürlich nur an den zu langsamen Links und keineswegs an uns lag. ;-)

Weiter ging es dann am nächsten Tag...

Gegen Mittag begannen wir mit dem eigentlichen JOTA-Betrieb. Die Nicht-Lizenzierten saßen hauptsächlich an der Packet-Station und "unterhielten" sich im DL-Convers mit anderen Pfadfindern. Dabei wurde unser Ausbildungsrufzeichen DN1AVH genutzt. Die Kurzwellen-Amateure brachten unterdessen DL0AVH in die Luft. Der Hauptaugenmerk lag bei beiden Stationen auf dem Kommunikationsspiel, welches wir im weiteren Verlauf des JOTA schließlich auch "lösten".

 

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Tom (DL7AWO) im QSO mit HB9S


Punkt 17.00 Uhr waren wir schließlich auf 80m angekommen, um dort am DL-Sked teilzunehmen. Moritz (DO4MO) stellte unsere Stationen und Aktivitäten unter DN1AVH vor, der Rest lauschte andächtig... Um das während des Skeds von DF0CP ausgestrahlte Rätsel gefahrlos lösen zu können, zeichneten wir den gesamten Funkverkehr auf Minidisk auf. Noch während sich die anderen Stationen vorstellten, wurde bei uns kräftig gerätselt. Die eigentlichen Aufgaben bereiteten uns dabei keine größeren Schwierigkeiten, beim Lösungswort stellte sich jedoch zuerst Ratlosigkeit ein (Hochspannung, Hochgeschwindigkeit, oder vielleicht doch Hochfrequenz?). Gegen 19.50 Uhr waren wir uns dann halbwegs sicher (es war die Hochfrequenzschraubverbindung) und wählten die ermittelte Telefonnummer. Wir waren zwar "nur" die Achten, aber im Endeffekt doch zufrieden, das Rätsel gelöst zu haben.

Im weiteren Verlauf des Abends bzw. der Nacht tätigten wir noch einige QSOs im zeitgleich stattfindenden Worked-All-Germany-Contest (WAG) und blieben natürlich auch im Packet-Convers präsent. Den Höhepunkt des Abends stellte jedoch unangefochten ein QSO mit HB9S dar. Wir erwischten die Station des Weltpfadfinderbüros zu vorgerückter Stunde auf 80m in SSB. Ebenfalls in guter Erinnerung wird uns ein QSO mit Christian DL7AYD (bzw. DN1AYD und DA0BAR) bleiben. Er hatte uns bei einer vergangenen JOTA-Aktivität unterstützt, ist mittlerweile QRL-bedingt nach München umgezogen und nun von dort QRV.

Irgendwann fielen aber auch den Letzten die Augen zu und wir gingen ins Bett...

Nach einigen abschließenden QSOs und den letzten Sätzen via Packet am Sonntag Morgen wollten wir eigentlich mit dem Abbau beginnen und die Heimreise nach Berlin antreten. Da es uns aber in der ländlichen Umgebung so gut gefiel, beschlossen wir, unseren Aufenthalt um einen Tag zu verlängern und den Rest des Tages mit einem wunderbaren (noch recht neuen) Hobby zu verbringen, dem Geocaching. Dabei handelt es sich um eine Art moderne Schatzsuche, bei der mit Hilfe eines GPS-Gerätes das Ziel ausfindig gemacht werden muss. So lernten wir noch einige weitere schöne Ecken im näheren Umkreis kennen. Den Abend verbrachten wir dann mit dem Abbau der Stationen bzw. Antennen und einem großen Abschlussgrillen.

 

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Moritz (DO4MO), Stephi (SWL), Maxie (SWL), Tom (DL7AWO) (v. l.)


Am Montag folgte dann der wie immer traurigste Teil, das Packen, Putzen und die Heimreise. Wohlbehalten in Berlin angekommen, luden wir unser Material aus und ließen uns vom Alltag wieder einholen.

Somit bleibt uns nur die Aussicht auf das nächste JOTA...

SEE YOU ON THE AIR IN 2005 !!!

Vy 73 und GUT PFAD!

Der Amateurfunkkreis um DL0AVH

 

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