FT8 kills Ham Radio!  

No FT8 300x300

   

SIWECOS  

   

Da sich die Versuche mit unserem ersten symmetrisch-gespeisten Dipol als recht erfolgreich bezeichnen lassen, sollte nun die High-End-Version des Dipols folgen. An drei Terminen im Dezember wurde dieses Projekt angegangen und - nach anfänglichen Schwierigkeiten - auch vollendet.

Die Eckdaten:

  • Strahler aus Heavy-Duty-Litze (HDL) von DX-Wire (V4A-Kern umgeben von verzinnten Kupferdrähten). Aufgrund der örtlichen Begebenheiten beläuft sich die Länge des Dipols auf 2x 11m.
  • Speiseleitung aus 450 Ohm-Hühnerleiter, die "Stege" wurden mit einem Locheisen ausgestanzt. Bei Versuchen mit einer selbstgebauten Hühnerleiter wurde festgestellt, dass diese zwar deutlich weniger Windlast besitzt, sich jedoch sehr schnell verdreht. Deshalb wurde der kommerziellen Hühnerleiter der Vorzug gegeben.
  • Mittelisolator: DZ-Isolator von DX-Wire (Plexiglas, 140 x 60 x 8mm), wobei die "überstehenden - nicht benötigten - Teile abgesägt wurde.
  • Das Ausstanzen der Hühnerleiter und das Zurechtsägen des Mittelisolators dient vornehmlich der Verringerung der Windangriffsfläche.
  • Die Endisolatoren sind Formguss-Isolatoren der bekannten Fritzel-Drahtantennen.
  • Die Drahtenden wurden jeweils mit Duplexklemmen aus V4A gesichert, wobei die Orginalmuttern durch selbstsichernde Edelstahl-Muttern ersetzt wurden und obendrein noch Schraubensicherung Verwendung fand.
  • Die Hühnerleiter wurde mittig am Mittelisolator befestigt: Im unteren zentralen Teil wurde dies durch eine Kunststoffschraube/-mutter bewerkstelligt, welche durch den Steg der Leitung und durch den Isolator geführt wurde. Diese wurde ebenfalls mit Schraubensicherung fixiert. Darüber hinaus wurden die Drähte der Hühnerleiter jeweils mit zwei UV-festen Kabelbindern nochmals am Mittelisolator befestigt.
  • Der Draht des Strahlers und die Hühnerleiter wurden verdrillt und großzügig verlötet. Danach wurden die freiliegenden Drahtteile mit selbstverschweissendem Klebeband vor der Witterung geschützt.
  • Da die HDL-Litze recht starr ist, wurde sie in einem großen Bogen vom Mittelisolator weg zum Dipol geführt.
  • Als Abspannleinen kamen pro Seite je 2 unabhängig voneinander verspannte 4mm-Dyneema (R) Seile zum Einsatz, welche ebenfalls von DX-Wire bezogen wurden. Pro Seite wurde jeweils ein Strang verknotet und ein Strang mit Duplexklemmen gesichert.
  • Auf der Kuppelseite wird die Abspannleine am höchsten Punkt der Kuppel mittels eines starken Metallringes umgelenkt und zu einer Dachlucke geführt, wo sie befestigt wurde.
  • An der Turmseite wurde die Abspannleine mittels einer Konstruktion aus einer Edelstahlkette, einem Gartenschlauch und zwei Kettenverbindern an einem Mauerhaken befestigt, welcher normalerweise der Sicherung bei Außenarbeiten am Turm dient. Vor die Kette wurde eine Stahlfeder eingebaut, um so auftretende Spannungen durch Temperaturunterschiede oder stärkere Winde abfangen zu können.
  • Der Anschluss an den Transceiver erfolgt entweder direkt symmetrisch an den Tuner (Balun eingebaut) oder mit Hilfe einer Mantelwellensperre an den 50 Ohm-Eingang.

So wie die Antenne jetzt gefertigt wurde, ist sie in Verarbeitungs- und Materialfragen den meisten kommerziellen Produkten überlegen. Aber (wie immer) gibt es noch ein paar Verbesserungsvorschläge bzw. Vorhaben für die Zukunft:

  • Die Befestigung bzw. Umlekung am höchsten Punkt der Kuppel besteht seit fast 15 Jahren aus gewöhnlicher Nylonschnur. Diese Schnur soll sobald wie möglich ebenfalls durch eine Edelstahlkette ersetzt werden.
  • Die äußeren Enden des Dipols sollen in Zukunft ebenfalls "versiegelt" werden, um den Draht vor kriechender Feuchtigkeit zu schützen.
  • Es erscheint sinnvoller, die Verbindung des Dipoldrahtes mit der Hühnerleiter komplett fixiert auf den Mittelisolator zu platzieren. So kann die potentielle Schwachstelle vor Brüchen durch Bewegungen geschützt werden.
  • Bisher wird die Hühnerleiter nach dem Funken zusammengerollt und vor das Fenster gehängt. Dieser Aufwand soll in Zukunft mit Hilfe einer Mauerdurchführung entbehrlich werden. Dabei sollen zwei Gewindestangen in einer Kunststoffisolierung durch den Fensterrahmen geführt werden. Mit Hilfe von Silikon soll das Ganze dann wetterfest gemacht werden.

Die oben beschriebene Antenne ist seit der Installation in Betrieb und ist - nach Ablängen der Hühnerleiter - auf den Bändern 80-10m abstimmbar. Sie scheint zu funktionieren, vor kurzem wurde damit 9U4U als DXCC Nr. 255 gearbeitet...

73s de Thomas DL7AWO

  • 001
  • 002
  • 003

Simple Image Gallery Extended

   
© DL7AWO
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok