FT8 kills Ham Radio!  

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SIWECOS  

   

Zum 20-jährigen Jubiläum der Interradio wollten auch wir endlich einmal die große Amateurfunkmesse in Hannover besuchen. Wir, das waren in diesem Fall nicht nur die Funkamateure um DL0AVH, sondern auch Mitglieder der Jugendgruppe des OVs D06, Berlin-Spandau. Eigentlich wollten wir uns zu fünft auf den Weg machen, doch wie es halt so oft ist, sagten drei OMs kurzerhand ab. Also machten sich nur noch Max DH7AHK und Tom DL7AWO auf nach Hannover.

Da wir noch zwei OMs in der näheren Umgebung Hannovers besuchen wollten und Bekannte uns eine Übernachtungsmöglichkeit in Braunschweig anboten, fuhren wir schon am Vortag der Interradio, am 26.10.01 los. Nach einer etwas längeren Fahrt auf der Autobahn (leider gehören Staus auf der A2 mittlerweile wohl zur Tagesordnung) erreichten wir unseren ersten Stationspunkt, Emmerthal in der Nähe von Hameln. Hier holten wir einen FB33-Beam von Fritzel ab, den DJ9YW günstig veräußerte. Bei dieser Gelegenheit führte er uns auch gleich seine eindrucksvolle EME-Anlage vor. Dabei handelt es sich um einen selbstgebauten 3m- Spiegel auf einem ausfahrbaren Teleskopmast, der Erde-Mond-Erde-Verbindungen auf 70 und 23cm ermöglicht. Auf 23cm stehen darüber hinaus etwa 600W Sender-Ausgangsleistung zur Verfügung (man beachte die Strahlungsleistung!).

Nachdem wir uns verabschiedet hatten, fuhren wir unser nächstes Ziel an, Hondelage nördlich von Braunschweig. Hier besuchten wir DF2AU und erstanden (ebenfalls sehr günstig) ein ehemaliges BOS-Funkgerät und einen 23cm-Transverter. Der Transverter ist für eine Linkstrecke unseres zukünftigen Funkruf-Digipeaters DB0AVH gedacht. Auch von DF2AU wurden wir freundlich empfangen, konnten aber leider nicht lange bleiben, da es mittlerweile schon sehr spät war und wir uns noch durch Braunschweig suchen mussten. Nach einer kleinen Irrfahrt durch die für uns doch eher fremde Stadt hatten wir aber auch das geschafft und ließen den Tag "gemütlich ausklingen". Gegen 1 Uhr fielen wir müde in unsere Betten.

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, um rechtzeitig zur Eröffnung der Interradio bei den Messehallen in Hannover zu sein. Zwar wurden wir auf der A2 dieses Mal von Staus verschont, Wartezeiten mussten wir aber trotzdem in Kauf nehmen, da der Messezubringer die "Automassen" der von der A2 anfahrenden Besucher nicht verkraftete. In den hannoveranischen Messehallen fand an diesem Tag nämlich nicht nur die Interradio, sondern auch eine Hundeschau statt. Nach der zum Glück dann doch relativ kurzen Wartezeit erreichten wir die Messehalle 19, was nicht zuletzt dem hervorragenden Einweisungsverkehr auf der Mobilanruffrequenz zu verdanken war. Schnell war das Auto auf dem Parkplatz "NORD 1" abgestellt und der Eingang gefunden.

Nun begann der eigentliche Grund unserer kleinen Deutschlandreise.

Nach dem Bezahlen des Eintrittsgeldes von 10DM betraten wir die Halle 19. Mittig waren die zahlreichen Flohmarktstände der Privatanbieter aufgebaut, darum herum die Stände der kommerziellen Firmen bzw. Amateurfunkvereinigungen. Da wir ja auch nach einigen Schnäppchen Ausschau halten wollten, besichtigten wir zuerst den Flohmarkt. Hier wurden alle nur erdenklichen Gegenstände und Geräte angeboten, Messgeräte, Bücher, Funkgeräte, aber auch Gegenstände ohne Amateurfunkbezug. Mit besonderer Befremdung nahmen wir einen Stand wahr, der augenscheinlich zum Flohmarkt gehörte, an dem aber nicht-deutsch-sprechende Personen fast ausschließlich original-verpackte Ware anboten, zum größten Teil Handyartikel. Vielleicht sollte man im nächsten Jahr etwas genauer kontrollieren, wer was verkauft.

Nachdem wir den Flohmarkt durchstöbert hatten, schauten wir uns die restlichen Stände an. Hier stellten folgende Firmen ihre Ware aus: Wimo, elektro dekker, Kabel-Kusch, Andy´s Funkladen, Yaesu, DARC-Verlag, Funkamateur-Verlag, Schurr-Morsetasten, UKW-Berichte. Darüber hinaus waren folgende Verbände vertreten und erläuterten ihre Arbeit: Vereinigung der Funkamateure in Hilfsorganisationen, Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule, Interessengruppe für Funkruf im Amateurfunk; selbst die Regulierungsbehörde informierte über ihr Tätigkeitsfeld. Neben diesen Firmen und Verbänden wurde aber auch wieder ein besonderer Service angeboten: an einem Messplatz konnte man mitgebrachte Geräte durchmessen lassen. Dem Andrang nach zu urteilen, wurde dieses Angebot rege genutzt.

Während wir so durch die Halle schlenderten trafen wir auch mehrere OMs aus unserem Ortsverband, allen voran unseren OV-Vorsitzenden, Dieter DL7HD, der zusammen mit Tom DC7GB nach Hannover angereist war.

Neben dem Kauf diverser Geräte hatten wir aber noch ein weiteres Ziel. Da wir beabsichtigen, auf den Turm unserer heimatlichen Kirchengemeinde den ersten Funkruf-Digipeater in Berlin zu errichten, wollten wir dies hier während der Messe mit dem Koordinator für Digipeater und Linkstrecken Fritz Schaumann DG1DS absprechen und das Rufzeichen DB0AVH vorab "reservieren". Nach einer Erläuterung unseres Vorhabens und einem längeren Gespräch, hatten wir OM Fritz von dem Sinn unseres Vorhabens überzeugt und er trug unseren geplanten Digipeater in seinen Laptop ein.

Nach einem weiteren Rundgang (um auch ja nichts zu übersehen) war es mittlerweile schon so spät geworden, dass der Abschluss der Interradio, eine große Tombola, begann. Die Preise wurden allesamt von Firmen oder Verlägen gespendet; es handelte sich dabei natürlich um Dinge mit Amateurfunkbezug. Neben Büchern und Antennen war der Hauptpreis (wie jedes Jahr) eine Reise nach Dayton zur Hamvention im nächsten Jahr. Die Ziehung der Gewinner verzögerte sich zwar ein wenig, da die Lostrommel nicht aufzufinden war, schließlich und endlich konnten aber doch alle Preise an den Mann gebracht werden. Wir gingen leider leer aus.

Nach der Tombola leerte sich die Halle schlagartig und auch wir machten uns auf den Weg zurück nach Berlin. Dieses Mal hatten wir Glück und blieben von Staus verschont. In Berlin angekommen luden wir unsere erstandenen Gerätschaften aus und beendeten unsere kleine Deutschlandrundfahrt.

Fazit:

2 Tage unterwegs + 900 zurückgelegte Straßenkilometer + diverse neue Geräte und Antennen + neue Bekanntschaften = Vorfreude auf die nächste Interradio

 

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